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Von Autor/-in unbekannt - Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37027143Sartre und die Freiheit: Warum seine beste Idee nicht funktioniert
Lesedauer 4 MinutenSartre und die Freiheit: Warum seine beste Idee nicht funktioniert Sartre hat vieles geschrieben, das sich lohnt. Aber fast alles geht auf eines zurück: die Freiheit. Und wer sie so radikal denkt wie Sartre, landet irgendwann bei einem Satz, den man nicht so leicht wegsteckt: Selbst der Sklave, sagt er, ist frei. Man muss das kurz sacken lassen. Denn Sartre meint das ernst. Der Sklave ist in seinen Handlungen eingeschränkt, soweit so klar — aber frei darin, wie er sich zu seiner Lage verhält. Er kann sie hinnehmen, ablehnen, dagegen aufbegehren. Ketten bestimmen, was er tun kann. Was er darüber denkt, bestimmen sie nicht. Das ist gleichzeitig das…
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Sartre und der Kellner: Wenn Authentizität zur Rolle wird
Lesedauer 4 MinutenSartre und der Kellner: Wenn Authentizität zur Rolle wird Im letzten Text ging es um Sartre und das Nichts — darum, was in der Lücke passiert, die wir mit unseren Handys zuschütten. Diesmal geht es um das Gegenteil. Nicht um die Leere, sondern um jemanden, der zu voll ist. Und zwar von sich selbst. Es gibt diese eine Szene bei Sartre, die viele kennen. Es geht um einen Kellner in einem Pariser Café, der seine Arbeit ein bisschen zu gut macht. Seine Schritte sind etwas zu lebhaft, seine Verbeugung etwas zu gewissenhaft, die Bestellung nimmt er auf, als hinge sein Leben davon ab. Und dann die Sache mit…
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Sartre und das Nichts: Eine Philosophie der Lücke
Lesedauer 4 MinutenSartre und das Nichts: Eine Philosophie der Lücke Es passiert zwischen Stockwerk drei und vier. Die Aufzugtür schließt sich, die Hand ist schon am Handy. Niemand hat angerufen, es gibt keinen Grund — aber sechs Sekunden Stille waren offenbar zu viel. Das macht so ziemlich jeder, und niemand weiß so genau, wann es angefangen hat. Die Lücke öffnet sich, und im selben Moment wird sie geschlossen. Keine bewusste Entscheidung, eher eine Gewohnheit, die so tief sitzt, dass sie sich wie Natur anfühlt. Die Frage ist nicht, warum wir das tun. Die Frage ist, was in der Lücke liegt, die wir so eilig zuschütten. Pierre ist nicht da Sartre…
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Eine Ethik des Leidens: Gegen die Tyrannei des Glücks
Lesedauer 3 MinutenGegen die Tyrannei des Glücks: Eine Ethik des Leidens Unsere Zeit hat sich dem Glück verschrieben und den Schmerz zur Anomalie erklärt. Dabei gehörte das Leiden für viele Denker zur menschlichen Würde. Für Schopenhauer war der Schmerz der positive, das Glück nur der negative und flüchtige Pol des Lebens und das Leiden somit der eigentliche Antrieb der Welt. Für Epiktet war es eine Frage der inneren Haltung, für Nietzsche der Boden, auf dem Tiefe überhaupt erst wächst. Für Simone Weil war es die wohl strengste Schule der Aufmerksamkeit. Diese Einsichten sind uns heute jedoch fremd geworden. Das Leiden passt nicht mehr in unsere moderne Erzählung vom machbaren, perfekten…
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Heidegger und die Technik: Aufruf zur Gelassenheit
Lesedauer 6 MinutenHeidegger und die Technik: Aufruf zur Gelassenheit Können Sie sich vorstellen, eine Woche lang, ohne Ihr Smartphone zu leben? Für viele klingt das bereits wie eine Zumutung. Schließlich ist das Smartphone unser Portal zur Welt. E-Mails, Social Media, Surfen im Netz, News, KI, Aktienkurse und Krypto, Musikstreaming, Banking oder Spiele. Die Liste an Apps und Funktionen wird täglich länger, und je mehr wir davon nutzen, desto höher steigt unsere Bildschirmzeit. Damit aber nicht genug. Hinzu kommen: Fernsehen, Radio, PC, Laptop, Tablet, VR-Brillen, Smartwatches, Spielkonsolen, smarte Zahnbürsten – die Aufzählung an technischen Alltagsgeräten lässt sich schier endlos fortsetzen. Martin Heidegger (1889–1976) sah voraus, wie tiefgreifend Technik unser Dasein beeinflussen…
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Die Sinnfrage: Nicht so alt wie die Menschheit – eher ein Phänomen der Moderne
Lesedauer 9 MinutenDie Sinnfrage wie sie sich heute stellt, ist nicht so alt wie die Menschheit – sie ist ein Phänomen der Moderne Ich lese oft, die Frage nach Sinn sei so alt wie die Menschheit selbst. Aber stimmt das überhaupt, oder ist die Sinnfrage vielmehr ein Phänomen der modernen, westlichen Welt? Was also nun folgt, ist ein flotter Ritt durch ausgewählte Perspektiven der Philosophiegeschichte – von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne, auf der Suche nach einer Antwort: Hat der Mensch schon immer nach dem Sinn gefragt, oder ist diese Frage erst in einer Welt entstanden, die ihn aus gewohnten Ordnungen herausgerissen hat? Sinnfrage: Die Antiken Philosophien…
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Sinn in der Moderne: Warum uns die moderne Welt ratlos macht
Lesedauer 4 MinutenSinn in der Moderne: Warum uns die moderne Welt ratlos macht Wollte man das Leben in vergangenen Jahrhunderten grob charakterisieren, so fällt auf, dass harte Arbeit und ein direkter Bezug zu den Lebensgrundlagen den Alltag prägten. Der Einsatz von Körperkraft zum Überleben und die Einbettung in Gemeinschaften und Traditionen gaben vielen Menschen das Gefühl, in einen größeren Zusammenhang eingebunden zu sein. Auch wenn es alles andere als ein leichtes Leben war, entstand daraus oft eine unmittelbare Sinnhaftigkeit. Gleichzeitig gab es freilich auch zahlreiche Zwänge, Dogmen und Entbehrungen, die nicht selten zu Ausgrenzungen führten. Heute dient Arbeit zwar noch immer der Sicherung der Lebensgrundlage, ist jedoch zunehmend entkoppelt von…
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Existenzielle Leere: Zwischen Sehnsucht und Erfüllung
Lesedauer 7 MinutenExistenzielle Leere und kann sie überwunden werden? Die Leichtigkeit einer Kindheit ist bald verflogen. Jedenfalls ehe man sich ihrer bewusst wird. Bevor man sie nämlich zu schätzen versteht, ist man bereits weit darüber hinausgewachsen. Aber auch wenn die Probleme der Kindheit aus der Perspektive der Großen klein und unwichtig erscheinen, sind sie aus der Sicht eines Kindes groß genug. Bereits früh zeigt sich die Unerfülltheit der menschlichen Existenz in den ersten Momenten der Enttäuschung, wenn Wünsche unerfüllt bleiben oder wenn die Grenzen der eigenen Möglichkeiten erkannt werden. In der Jugend dann reizen die Sinne und die Suche nach neuen Erfahrungen und Abenteuern schreibt den Lebenslauf. Aber irgendwann merken…

























