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Von Autor/-in unbekannt - Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37027143Sartre und die Freiheit: Warum seine beste Idee nicht funktioniert
Lesedauer 4 MinutenSartre und die Freiheit: Warum seine beste Idee nicht funktioniert Sartre hat vieles geschrieben, das sich lohnt. Aber fast alles geht auf eines zurück: die Freiheit. Und wer sie so radikal denkt wie Sartre, landet irgendwann bei einem Satz, den man nicht so leicht wegsteckt: Selbst der Sklave, sagt er, ist frei. Man muss das kurz sacken lassen. Denn Sartre meint das ernst. Der Sklave ist in seinen Handlungen eingeschränkt, soweit so klar — aber frei darin, wie er sich zu seiner Lage verhält. Er kann sie hinnehmen, ablehnen, dagegen aufbegehren. Ketten bestimmen, was er tun kann. Was er darüber denkt, bestimmen sie nicht. Das ist gleichzeitig das…
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Sündenfall: Eva, Eden und die Illusion der Freiheit
Lesedauer 4 MinutenDie Geburt der Ordnung aus dem Geist des Ungehorsams – und warum der Sündenfall bis heute unser Denken von Freiheit bestimmt Der Sündenfall erzählt von einem Anfang – und zugleich von einer Verstrickung. Eva, die erste Frau, greift nach der Frucht vom Baum der Erkenntnis, isst davon und gibt sie an Adam weiter. Mit diesem einen Akt, so heißt es, tritt das Menschengeschlecht aus der Unschuld heraus und wird erkenntnisfähig. Gut und Böse sind fortan unterschieden, Scham und Schuld treten in die Welt. Oft liest man die Geschichte aber auch als einen Mythos der Befreiung. Denn ohne Evas Mut zum Ungehorsam, so die Deutung, wären wir heute nicht…
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„Du musst nur wollen“ – Der Mythos vom Willen in Zeiten der Erschöpfung
Lesedauer 5 Minuten„Du musst nur wollen“ – Der Mythos vom Willen in Zeiten der Erschöpfung Er erinnerte sich noch gut an diesen einen Nachmittag. Er war etwa zehn Jahre alt. Damals, auf dem Bolzplatz. Er hatte wieder einmal danebengeschossen, wieder einmal den Ball nicht richtig getroffen. Einige rollten mit den Augen. Und sein Vater rief von der Seite: „Auf gehts, Du musst es nur wollen!“. Damals klang es wie ein Ansporn. Heute aber weiß er: Es war ein Urteil. Denn nicht der Fuß war das Problem. Nicht die Technik, nicht die Kraft. Sondern der Glaube, dass das Innere über das Äußere herrscht. Dieser Satz auf dem Bolzplatz war die erste…
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Ich will frei sein – sagt das Ich.
Lesedauer 3 MinutenIch will frei sein – sagt das Ich. „Frei sein. Ich sein!“ – ich hab das neulich in einem Facebook-Kommentar gelesen und kurz gestutzt. Der Spruch liest sich wie das Glaubensbekenntnis einer ganzen Epoche – hingeschrieben wie eine Selbstverständlichkeit. Dabei sind Freiheit und Ich zwei der am heftigsten umstrittenen Ideen der letzten hundert Jahre. Dabei sind gerade diese beiden Konzepte in der letzten Zeit mächtig unter Druck geraten.Freiheit lässt sich in der physikalischen Welt nicht finden. Empirisch ist sie nicht nachweisbar – weder im Kosmos der Teilchen noch in den neuronalen Bahnen unseres Gehirns. Dort herrscht ganz nüchtern das Prinzip von Ursache und Wirkung. Kein guter Ort für…
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Freiheit im Stoizismus
Lesedauer 5 MinutenFreiheit im Stoizismus – Eine Paradoxie zwischen Freiheit und Determination „Der Stoiker ist auf dem Throne so in den Fesseln frei“ Der Stoizismus und die Frage der Freiheit bilden ein faszinierendes Paradoxon, das seit Jahrhunderten Philosophen beschäftigt. Das eindrucksvolle Bild des Stoikers, der sowohl auf dem Thron als auch in Fesseln die Freiheit verkörpert, eröffnet eine jahrhundertealte philosophische Debatte über die Möglichkeit von Freiheit in einer determinierten Welt. Wie kann man in einer Ordnung, die von unveränderlichen Gesetzen und Vorbestimmung dominiert wird, wahrhaftig frei sein? Die Antwort der Stoiker auf diese Frage ist nicht nur, überraschend, sondern auch überaus modern. Freiheit meint weit mehr als nur politische Rechte…
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Blick des Anderen – Sartre
Lesedauer 6 MinutenSartre: Der „Blick des Anderen“ – Zwischen Selbstbild und sozialer Identität Sicher kennen Sie das Gefühl: Sie sind in einem Raum und spüren plötzlich, dass sie jemand beobachtet. Vielleicht in einem Café, und Sie sind gerade in ein Gespräch vertieft. Oder Sie sind in einem geschäftlichen Meeting, konzentriert auf ihre Unterlagen, trotzdem spüren Sie, dass jemand Ihr Handeln, Ihre Gestik oder Ihr Sprechen beobachtet. Vielleicht sind Sie aber auch in einem Online-Meeting, das Video ist eingeschaltet, und obwohl die Teilnehmer nur kleine Fenster auf ihrem Bildschirm sind, können Sie ihn fühlen: Den Blick des Anderen. In diesen Situationen sind wir dem Blick der Anderen ausgeliefert. Dieses „ausgeliefert-sein“ ist…




















