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Ökonomie und Ideologie – oder wie Theorien die Welt formen
Lesedauer 4 MinutenÖkonomie und Ideologie – oder wie Theorien die Welt formen Verfolgt man die aktuellen Debatten um Haushaltspolitik und Staatsfinanzierung, kommt einem das Grausen. In jeder zweiten Sendung tritt ein Institutsökonom auf, der seine ideologische Auslegung ökonomischer Annahmen mit der Autorität akademischer Expertise vorträgt. Vermeintlich objektiv, vermeintlich wissenschaftlich. Man soll glauben, hier spreche die Vernunft. Tatsächlich sprechen Interessen. Michael Hüther vom IW Köln steht den Arbeitgebern nahe. Lars Feld vom Walter-Eucken-Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen. Hans-Werner Sinn — der als einziger wenigstens auch aussieht wie ein Ökonom — wurde bekannt durch seine Stellungnahmen zur Eurokrise und ist Vertreter des liberalen Monetarismus. Achim Truger wiederum neigt zur Modern Monetary Theory und…


