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Ökonomie und Macht – oder wie Theorien die Welt formen
Lesedauer 4 MinutenÖkonomie und Macht – oder wie Theorien die Welt formen In den Naturwissenschaften bleibt Erkenntnis meist ein offener Prozess. Auch wenn dort Interessen und Ideologien nie ganz fehlen, geht es im Kern um Fragen, die selten unmittelbare gesellschaftliche Relevanz haben. Ob das Quantenfeld existiert oder dunkle Materie sich anders verhält als erwartet – solche Fragen lösen keine gesellschaftlichen Konflikte aus. Sie berühren das Leben der meisten Menschen kaum. Hypothesen werden aufgestellt, geprüft und widerlegt, ohne dass daraus politische Schlachten entstehen. In der Ökonomie ist das anders. Ökonomische Modelle, Empfehlungen und Narrative greifen tief in die Gesellschaft ein. Sie prägen Gesetze, steuern Märkte und beeinflussen politische Entscheidungen. Neutralität bleibt…


