-
Die Diagnose – Wer Gesellschaft krank nennt, sollte aufpassen, wer am Ende auf dem OP-Tisch liegt
Lesedauer 2 MinutenDie Diagnose – Wer Gesellschaft krank nennt, sollte aufpassen, wer am Ende auf dem OP-Tisch liegt Die Gesellschaft ist krank. Das sagen beinahe alle. Links sagt es, rechts sagt es, die Mitte sagt es, wenn sie sich traut. Spaltung, Vertrauensverlust, Orientierungslosigkeit, Polarisierung – die Diagnosen liegen auf dem Tisch wie Befunde beim Hausarzt. Jeder nickt, aber niemand scheint sich zu fragen, wer hier eigentlich die Therapie verschreibt. Dabei hat die Sache mit den kranken Gesellschaften eine lange Geschichte. Rousseau sah den Sittenverfall. Hegel sah Entzweiung. Marx Entfremdung. Axel Honneth hat irgendwann ein ganzes Programm daraus gemacht. Sozialphilosophie als Wissenschaft der sozialen Pathologien. Also all jene Formen des Leidens,…



